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Das Empfangsgebäude mit Stellwerk „Kf“
Typ
Bahnhof
Lage
bei km 46,5 der Lahntalbahn; 120 m ü. NN
bei km 3,7 der Kerkerbachbahn
Eröffnung
1868
Stellwerk
Kf – Fahrdienstleiterstellw., mechanisch (Bauart „Bruchsal J“), und Drucktastenstellw. (Bauart Siemens)
Signale
Formsignale
Personenverkehr
Inselbahnsteig, Fußgängersteg
Güterverkehr
abgebaut
Rampe, Gleiswaage (10 t), Sturzgerüst, Umladehalle
Betriebseinrichtungen
1937 – 1975
Lokschuppen, Werkstatt
Anschlüsse
1917 – ca. 2000
Nassauische Terrazzowerke
seit ca. 1970
Industriegebiet Kerkerbach

Von Runkel aus folgt die Lahntalbahn der Biegung des Flusses bis zur Mündung des Kerkerbaches, der dem Bahnhof und (später) dem kleinen Stadtteil von Runkel seinen Namen gab. Direkt nach dem Passieren des Bahnhofs überquert die Bahn die Lahn, um unmittelbar danach in den Ennericher Tunnel einzutreten.

Der Bahnhof Kerkerbach entstand 1868, lange vor der gleichnamigen Siedlung, als Verladestation für die aus den Seitentälern herangebrachten Bergbauprodukte. Nach 1884 erbaute die Kerkerbachbahn AG die gleichnamige schmalspurige Bahnstrecke von Dehrn über Kerkerbach nach Hintermeilingen. Der Personenverkehr wurde am Staatsbahnhof Kerkerbach erst am 1. 11. 1889 eröffnet.

Die größtenteils dreischienig ausgeführten Anlagen der Kerkerbachbahn erhielten den Namen Kerkerbach-West. Neben Umladehalle, Sturzgerüst und Rollwagengrube (seit 1958) für den Güterumschlag wurden hier mit der Zeit auch die Direktion und die Werkstätten der KB angesiedelt. Auch nach dem Abbau der Strecke ins Kerkerbachtal 1960 hielt sich auf dem verbliebenen Reststück bis Dehrn ein beachtliches Güteraufkommen; um 1970 entstand noch ein Industriestammgleis zur Erschließung des Gewerbegebiets Kerkerbach. Nach dem Übergang der Reststrecke an die Deutsche Bundesbahn 1975 sind die Anlagen des Kleinbahnhofes in denen der DB-Station Kerkerbach aufgegangen, so dass beide hier auf einer Seite zusammengefasst sind.








1986 – Nach dem Rückbau der Schmalspurstrecke nach Hintermeilingen und der wesentlichen Anlagen der Kerkerbachbahn sind die Reste des KB-Bahnhofes Kerkerbach-West als Nebengleise im DB-Bahnhof Kerkerbach aufgegangen (links oberhalb des Empfangsgebäudes).
Rockelmann: Bahnhof Kerkerbach (MIBA 1/1991)













2012 – Für heutige DB-Verhältnisse immer noch ein respektabler Landbahnhof: Nördlich der durchgehenden Hauptgleise liegt das in beide Richtungen nutzbare Überholgleis, an dieses schließt das Übergabegleis für die Strecke nach Steeden/Dehrn an. Östlich des Empfangsgebäudes liegen zwei weitere Abstellgleise, allerdings ist die Verbindungsweiche ausgebaut. Der Anschluss der Nassauischen Terrazzowerke ist verschwunden, das Industriestammgleis (oben links) außer Betrieb.













Zeichenerklärung

© Christoph König;   letzte Änderung: 12. 5. 2016