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(Karte: TK 25, Blatt 5515 Weilburg (Ausgabe 1974); Kartengrundlage: Hess. Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
Typ
Abzweigstelle
Lage
bei km 23,8 der Lahntalbahn
bei km 0,0 der Weiltalbahn
Eröffnung
1891
Schließung
1990
(seit 1958 betrieblich in den Bf Weilburg einbezogen)
Stellwerk
1914 – 1958
Ge (Ws?) – Wärterstellw., mechanisch (Bauart Bruchsal)
1958 – 1990
ferngestellt vom Stellwerk Weilburg Wf
Signale
bis 1958
Formsignale
1958 – 1990
Lichtsignale (Bauform 1951)
Personenverkehr
kein Personenverkehr
Güterverkehr
kein Güterverkehr
Anschlüsse
keine Anschlüsse


An einer engen Stelle des Lahntals südlich von Weilburg liegt die ehemalige Abzweigstelle Gensberg (auch „Gänsberg“ geschrieben). Die Weiltalbahn, die die letzte Schleife der Weil durch den Gensbergtunnel abschneidet, überquert hier unmittelbar nach dem Tunnelaustritt die Landstraße Weilburg – Weilmünster und trifft auf die auf einem hohen Damm verlaufende Lahnbahn.

Die Karte links (1974) zeigt in Bildmitte Abzw Gensberg (Pfeil), am oberen Bildrand den Bf Weilburg (Nr. 1). Die Lahntalbahn folgt in weitem Bogen dem Flußlauf, während die Weiltalbahn (nach unten rechts) den Gensberg durchsticht. Am linken unteren Bildrand ist die Station Guntersau (Nr. 2) zu erkennen, darüber die Grube Erhaltung, deren Erz mit einer Luftseilbahn über den Fluss zur Ladestelle gebracht wurde.

Im April 1910 trieb das militärische Luftschiff „Z II“, das sich an seinem Landeplatz bei Limburg im Sturm losgerissen hatte, gegen den Webersberg direkt gegenüber der Abzweigstelle Gensberg und wurde hierbei so stark beschädigt, dass es an Ort und Stelle zerlegt werden musste. Bei der Strandung des Zeppelins wurde auch die Bahnlinie in Mitleidenschaft gezogen, und zwei Bahnwärter mussten sich durch rasche Flucht retten.


Blick vom Gensberg

Das verunglückte Luftschiff

Blick Richtung Weilburg

Das Stellwerksgebäude

Im Innern des Stellwerks


1910 – Eine Gleisverbindung mit Kreuzweiche, ein Schutzgleis, drei Hauptsignale, ein Stellwerk: Die Abzweigstelle zur Zeit der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn.
Eisenbahn-Journal III/1989; Christopher/Söhnlein: Erfolgsgeschichte Taunusbahn








1983 – Der Plan läßt den denkbar einfachen Aufbau der Abzweigstelle erkennen; die Weiltalbahn schließt mit einem Schutzgleis ab; die Gleisverbindung auf das Gegengleis, die für einen intensiveren Betrieb erforderlich wäre, existiert bereits nicht mehr. Das Einfahrsignal des Bahnhofs Weilburg ist vor den Tunnel gerückt.
Samml. Gernot Lüdemann








Zeichenerklärung

© Christoph König;   letzte Änderung: 27. 3. 2015