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1939 nahm die Villmarer Firma Dyckerhoff & Neumann für ihre zwischen Schupbach und Heckholzhausen gelegenen Marmorbrüche zwei kurze Anschlussgleise in Betrieb, an denen Marmorblöcke verladen wurden.

Der zweite Anschluss (bei km 13,35) war irgendwann in den dreißiger Jahren Schauplatz eines spektakulären Unfalls; nach einer Beschädigung des Weichenschlosses (durch spielende Kinder?) war die Anschlussweiche umgestellt worden, und ein von Heckholzhausen kommender Zug fuhr in den Anschluss ein. Der überraschte Lokführer konnte nicht mehr bremsen, die Lok überrollte den Prellbock und blieb jenseits der Gleise im Dreck stecken. Erst nachdem das Gleis behelfsmäßig bis unter die mit Winden angehobene Lok verlängert worden war, konnte sie auf den rechten Weg zurückgebracht werden.

Die Anschlussgleise waren zumindest bis zum Ende der fünfziger Jahre in Betrieb.


1953 – Die Betriebsanweisung zeigt die zwei Anschlussgleise in km 12,98 und 13,35. Das linke Gleis hat nur eine Nutzlänge von 15 m und endet vor einer Kopframpe; das zweite Gleis weist eine Seitenrampe mit einer Nutzlänge von 30 m auf. Beide Gleise weisen übrigens ein deutliches Gefälle zur Anschlussweiche hin auf (1:70 bzw. 1:100), weshalb auch nur Waggons mit „gut wirkenden Bremsen“ abgestellt werden durften.
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Zeichenerklärung

© Christoph König;   letzte Änderung: 4. 1. 2015