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Bahnhof Villmar heute
Typ
bis (?)
Bahnhof
seit (?) (nach 1974)
Haltepunkt und Blockstelle
Lage
bei km 41,7 der Lahntalbahn
Eröffnung
1862
Stellwerke
Vf — Fahrdienstleiterstellw., jetzt Blockstelle, mechanisch (Bauart „Bruchsal J“)
ca. 1910 — (?)
Vo — Wärterstellw. Ost, mechanisch
Signale
Formsignale
Personenverkehr
Haus- und Zwischenbahnsteig, Empfangsgebäude mit Warteraum
abgebaut
weiterer Zwischenbahnsteig
Güterverkehr
abgebaut
Kopf- und Seitenrampe, Güterschuppen, Ladestraße, Kran (20 t), Gleiswaage (30 t)
Anschlüsse
1938? — 1979?
Dyckerhoff & Neumann (Marmorwerk)
(?) — (?)
Sieg-Lahn-Bergbau GmbH (Sturzgerüst) (?)

Zwischen Arfurt und Runkel beschreibt die Lahn eine weite Schleife nach Süden, an deren Außenseite der traditionsreiche Flecken Villmar liegt. Die Lahntalbahn bleibt auf der Nordseite des Flusses; der Bahnhof ist durch eine Brücke aus Villmarer Marmor mit der Ortschaft verbunden.

Die Bedeutung des Bahnhofes lag früher in der Verladung des in mehreren Steinbrüchen gewonnenen Villmarer Marmors, der von hier aus in alle Welt ging. Der einst weltberühmte „Unica“-Lahnmarmorbruch liegt nur wenige Schritte entfernt und lohnt einen Besuch. Auch heute noch hat ein Natursteinwerk seinen Sitz auf dem früheren Bahnhofsgelände – natürlich ohne Bahnanschluss...







März 1967 – In den sechziger Jahren war der Bf Villmar mit drei Bahnsteigen, einem Überholgleis, zwei Aufstell- und zwei Ladegleisen, Gleiswaage und Gleisanschluß noch ein respektabler Landbahnhof. Das Einfahrsignal aus Richtung (Weilburg –) Aumenau befand sich jenseits des 229 m langen Villmarer Tunnels (rechts). Die merkwürdige Anbindung des Überholgleises über das Ausfahrsignal des Hauptgleises dürfte der beengten Lage der Ausfahrt Richtung Runkel (– Kerkerbach) direkt an der Lahnbrücke geschuldet sein.
Samml. Gernot Lüdemann








Zeichenerklärung

© Christoph König;   letzte Änderung: 15. 1. 2017