Startseite   Taunusbahn   Bahnhöfe und Haltepunkte

















Bahnhof Friedrichsdorf heute
Typ
Bahnhof
Lage
bei km 23,9 der Homburger Bahn; 192 m ü. NN
bei km 0,0 der Taunusbahn
Eröffnung
15. 10. 1895
Stellwerke
1908 – 1978
Ff – Fahrdienstleiterstellw., mechanisch (Bauart Jüdel)
Fs – Wärterstellw. Süd, mechanisch (Bauart Jüdel)
seit 1978
ferngestellt vom Stellwerk Bad Homburg Hf
Signale
bis 1978
Formsignale
seit 1978
Lichtsignale (Einheitsbauform)
Personenverkehr
Haus- und Inselbahnsteig, Warteraum, Fahrkartenausgabe
Güterverkehr
abgebaut
Güterschuppen, Rampe, Ladestraße; Gleiswaage
Anschlüsse
(?) bis (?)
Rühl-Chemie
Im Bahnhof Friedrichsdorf (Taunus) endet der zweigleisige elektrifizierte Abschnitt der Homburger Bahn von Frankfurt (Main) Westbf, die als eingleisige Hauptbahn nach Friedberg (Hessen) weiterführt. Hier zweigt die Taunusbahn nach Nordwesten ab; bis zum Ausbau der Strecke 1992/93 endeten die Personenzüge von Grävenwiesbach hier, seitdem werden sie bis Bad Homburg durchgeführt.

Ursprünglich war Friedrichsdorf eine Haltestelle an der 1895 eröffneten eingleisigen Nebenbahn Homburg - Usingen; mit dem zweigleisigen Ausbau des Abschnitts von Homburg bis Friedrichsdorf und dem Bau der (von 1912 bis 1968 ebenfalls zweigleisigen) Friedberger Strecke 1901 erhielt Friedrichsdorf den Charakter eines Anschlussbahnhofs, und die Taunusstrecke wurde zum untergeordneten Nebenast. Mit dem Rückgang des Verkehrs auf dem Friedberger Streckenast, der Übernahme der Taunusbahn durch den Hochtaunuskreis und deren nachfolgendem Aufschwung wandelte sich dies seit den neunziger Jahren wieder.








1900 – Der Ursprungszustand der Haltestelle Friedrichsdorf, noch vor dem Bau der Bahn Richtung Friedberg (H.). Das angedeutete Dienstgebäude bestand nach dem Plan aus mehreren Einzelbauten.
Betriebsplan 1900






August 1960 – Die „Homburger Bahn“ Frankfurt-West – Bad Homburg – Friedrichsdorf (Ts) – Friedberg (Hessen) ist noch durchgehend zweigleisig ausgebaut; typisches Erbe der Reichsbahnzeit sind die zahlreichen Einfach- und Doppelkreuzweichen. Der Gleisplan zeigt deutlich den Anschlußcharakter. Bahnsteig 1 (oben) dient der Usinger Strecke, Bahnsteig 2 der Homburger Bahn; dazwischen liegt Gleis 3 für Überholungen in allen Relationen. Die Ortsgüteranlage ist ausgedehnt, eine Kleinlok bedient u. a. die beiden Gleisanschlüsse am Usinger Ausfahrgleis.
Samml. Gernot Lüdemann













Sommer 1987 – Auf der (nun elektrifizierten) zweigleisigen Hauptbahn von Frankfurt her verkehren S-Bahnen bis Friedrichsdorf, das zweite Gleis nach Friedberg ist zurückgebaut. Das Gleisbild wurde deutlich vereinfacht, die Stellwerke sind verschwunden, der Bahnhof wird von Bad Homburg aus ferngestellt. Das Überholgleis ist zum Abstellgleis geworden, das ehemals durchgehende Gleis 1 (ganz oben) wurde zum Stumpfgleis 7 für Triebwagen nach Grävenwiesbach. Die Signale und Gleissperren sind in der Quelle leider nicht wiedergegeben, dürften aber dem Stand im nachfolgenden Plan (2003) entsprechen.
MIBA-Spezial 8, Juni 1991












Februar 2003 – Seit der Aufgabe des Güterverkehrs nach Friedrichsdorf und der Durchführung der Taunusbahnzüge bis Bad Homburg sind weitere Rückbauten erfolgt; die Ortsgütergleise (im Plan unten) wurden abgehängt, ebenso das Abstellgleis. Das Stumpfgleis wird praktisch nicht mehr benutzt. Die Ladestraße wurde zum Parkplatz.











Zeichenerklärung

© Christoph König;   letzte Änderung: 7. 9. 2013