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2013
Das Mundloch des Wittekindstollens
Im Jahr 1807 erfolgten im Wald zwischen Gaudernbach, Wirbelau und Gräveneck die ersten Grabungen auf Eisenstein. Aus den zwei 1812 bzw. 1828 verliehenen Gruben „Georg“ und „Joseph“ entstand 1829 die Grube Georg-Joseph, die 1867 an Buderus in Wetzlar überging. Der hier gebrochene Flusseisenstein wurde bei Buderus in Wetzlar und Oberscheld verhüttet.

1882 ließ Buderus eine Seilbahn für den Erztransport zum Bahnhof Gräveneck errichten. 1899 bis 1904 wurde dann der Wittekindstollen vom Lahntal her aufgefahren, der das Grubenfeld in 80 m Teufe traf. 1904 entstand eine Brücke über die Lahn, und von dieser Zeit an erfolgte die Erzabfuhr über den Wittekindstollen und die Brücke zum Bahnhof Gräveneck. 1921/22 entstand am Bahnhof eine Erzaufbereitung, in der das Erz vor der Bahnverladung gebrochen und verlesen wurde.

1966 wurde die Grube Georg-Joseph, die als eine der ersten im Lahngebiet 1912 eine elektrische Fördermaschine erhalten hatte, stillgelegt. Die Brücke über die Lahn wurde 1967 abgebrochen. Das Bergwerk dient heute der Trinkwassergewinnung, sein Name lebt im „Wasserverband Georg-Joseph“ weiter, der die Gemeinden Beselich, Runkel und Villmar versorgt.


Grubenbahntrasse am Stollen

Gleiswaage

Brückenkopf an der Rampe

Erzaufbereitung

Fassadendetails

Postkartenansicht

© Christoph König;   letzte Änderung: 29. 1. 2014