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Das nördlich von Eschenau gelegene Grubenfeld „Eisensegen“ wurde dem Fürstlichen Hause zu Wied 1847 auf Brauneisenstein verliehen, 1890 die Abbauberechtigung auf Eisenerz erweitert. Das Bergwerk ging durch mehrere Hände und gelangte schließlich zur Krupp-Tochter Sieg-Lahn-Bergbau GmbH.

Der Abbau erfolgte zunächst über Schächte bis zu 53 m Teufe, das gewonnene Erz wurde mit Fuhrwerken nach Runkel zur Bahnverladung befördert. Nachdem dieser Betrieb 1921 wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt worden war, ließ Krupp in den 1930er Jahren einen Stollen vom Kerkerbachtal aus auffahren, der 1937 eine Länge von 764 m erreichte. Vom Stollenmundloch wurde eine Brücke über das Kerkerbachtal angelegt, über die die Förderwagen per Seilantrieb zur Ladestelle an der Kerkerbachbahn gelangten. Der Betrieb war niemals sonderlich erfolgreich, 1940 wurde er endültig aufgegeben.


© Christoph König;   letzte Änderung: 13. 12. 2014