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In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand im Wald zwischen Hundstadt, Wilhelmsdorf und Eschbach ein Munitionsdepot; die offizielle Bezeichnung war wohl „Heeresmunitionsanstalt“, wie auch andernorts üblich als „Muna“ abgekürzt.

Vom Bahnhof Wilhelmsdorf (Ts) an der Taunusbahn wurde ein Anschlussgleis im weiten Bogen durch den Wald zur Muna verlegt. Nach 1945 wurden in den Baracken der Munitionsanstalt und des zugehörigen Arbeitsdienstlagers zunächst Heimatvertriebene aus Schlesien und dem Sudetenland untergebracht, bevor dann der Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei) sein „Lager Hundstadt“ auf dem Muna-Gelände einrichtete.

Das „Muna-Gleis“ wurde 1990 stillgelegt, allerdings nur auf dem ersten Abschnitt vom Bahnhof aus tatsächlich entfernt. Im weiteren Verlauf durch den Wald und (soweit erkennbar) innerhalb des Bundespolizeilagers sind die Gleise noch weitgehend erhalten.


Das abgebaute Anschlussgleis

Schotterbett neben der Strecke

Feldbahngleis im Wald

Gleis im Einschnitt

„LP“-Tafel

Bahndamm im Wald

Am Lagertor

© Christoph König;   letzte Änderung: 30. 5. 2013